Der Saatgutsonntag des Gartennetzwerkes am 15.März

Tauschen, Teilen, Vernetzen – Gemeinsam Vielfalt säen!

Auch in diesem Jahr wird es wieder eine Saatguttauschbörse des Gartennetzwerks Dresden geben.
Der SAATGUT-SONNTAG und findet am 15. März 2026 von 10-15 Uhr im Haus der Presse (Foyer), Ostra-Allee 20 statt.

Was erwartet euch?

  • Beim Saatgut-Sonntag geht es nicht um einen 1-zu-1 Tausch, sondern darum Lieblingssorten zu verbreiten und neue Schätze mit nach Hause zu nehmen, um sie auszuprobieren.
  • Wer kein eigenes Saatgut hat ist auch gern gesehen und kann statt Tausch eine kleine Spende da lassen.
  • Mittagessen

Ihr wollt Euer samenfestes Saatgut tauschen/gegen Spende anbieten und mit anderen Garten-Freund*innen ins Gespräch kommen? Dann reserviert Euch bis zum 1. März 2026  einen der Tische und schreibt uns unter kontakt@dresden-pflanzbar.de !

Auch Jungpflanzen können mitgebracht werden

Es stehen an allen Tischen Stellwände zur Verfügung, sodass ihr euer Projekt sichtbar machen könnt

Bitte bringt nur samenfestes Saatgut mit, denn nur das lässt sich weiter vermehren. Hybridsorten aus dem Baumarkt funktionieren nicht.

Gemeinschaftsgarten Prohlis – Jahresrückblick

Ein weiteres ereignisreiches Jahr liegt hinter uns – lest hier von unserem Jahresrückblick über unser Projektjahr 2025:

In den Monaten Januar und Februar trafen wir uns regelmäßig zu Gruppentreffen im Bürgerhaus Prohlis. Dabei reflektierten wir gemeinsam mit den Gartenmitgliedern das vergangene Jahr, überarbeiteten die Gartenordnung und entwickelten neue Ideen für die kommende Saison. Zudem sichteten wir das Saatgut und verteilten es an die Mitglieder und neue Interessierte, sodass sich alle an der Voranzucht für die neue Gartensaison beteiligen und wir eine Vielzahl junger Pflanzen heranziehen konnten.

Parallel dazu waren wir hauptamtlichen Mitarbeitenden in verschiedene Planungs- und Netzwerktreffen im Stadtteil eingebunden und kümmerten uns um die Öffentlichkeitsarbeit sowie die Verwaltung des Projekts. Ein besonderer Moment war der Besuch der Evangelischen Hochschule an einem Gruppentreffen, die unseren Gemeinschaftsgarten im Rahmen eines Interviews als Beispiel für gelebtes Commoning vorstellte. Commoning bezeichnet die gemeinschaftliche Nutzung und Pflege von Ressourcen wie Land, Wasser oder Wissen, ohne dass diese jemandem allein gehören oder kommerziell verwertet werden.

Am 4. März startete dann endlich wieder offiziell die neue Gartensaison. Der Wiederbeginn nach der Winterpause bereitete den Gärtnerinnen und Gärtnern große Freude und bot viel Raum für Austausch sowie erste gemeinsame Aktivitäten im Garten. Während der Bauwerkstatt in der ersten Woche entstanden neue Frühbeetaufsätze. Außerdem fanden ein Vorzieh-Workshop und ein Familiennachmittag statt, und viele neue interessierte Menschen aus dem Stadtteil nutzten die offenen Gartenzeiten, um das Projekt kennenzulernen. Im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus beteiligte sich der Gemeinschaftsgarten mit einem Infotag und Lagerfeuer im Garten und am Interkulturellen Fußballturnier, das vom Jugendhaus Lila und dem Netzwerk „Prohlis ist bunt“ organisiert wurde und ein starkes Zeichen für Toleranz, Fairplay und Zusammenhalt setzte.

In den Monaten April und Mai herrschte im Garten eine besonders aktive und lebendige Zeit. Neben den regelmäßig stattfindenden offenen Gartenzeiten gab es zahlreiche Mitmachangebote, darunter Bauaktionen der Familiennachmittag und Kooperationen, wie der Besuch einer Frauengruppe des Projektes BASE von Arbeit und Leben e. V. oder die Betreuung eines Begegnungscafés im Prohliszentrum. Anfang des Monats organisierten wir eine große Stadtteil-Putzaktion, zudem fanden eine Bauwerkstatt für Nistkästen, ein Saisonauftakt mit Mitbringbuffet sowie ein Bike-Check statt. Der zusätzliche Besuch des MDR für ein Interview im Garten trug dazu bei, den Garten als offenen Ort der Begegnung sichtbar zu machen. Durch eine Kooperation mit der Albert-Schweitzer-Schule konnte zudem ein zusätzliches Bewegungs- und Begegnungsangebot für Jugendliche aus dem Jugendhaus Lila, für Gartenmitglieder sowie die Besucherinnen und Besucher des Gemeinschaftsgartens geschaffen werden. Außerdem unterstützen wir die Gründung des neuen Prohliser Stadtteilvereins Pro-Prohlis e. V.

Im Mai lag zudem ein besonderer Fokus auf einer mehrtägigen Bauaktion zum Bau eines Pizzaofens für den Garten. Dieser soll den Mitgliedern sowie Besucherinnen und Besuchern künftig die Möglichkeit bieten Pizza, Brote und vieles mehr zu backen und gemeinsam zu genießen. Die Umsetzung dieses Herzensprojekts verdanken wir dem Jugendmigrationsdienst der Caritas, der uns für die Bauaktion die nötigen Mittel zur Verfügung stellte, worüber wir sehr dankbar sind. Darüber investierten wir viel Zeit und Energie in die Vorbereitung und Mitgestaltung des Prohliser Tauschmarktes mit Nachbarschaftsbrunch, welchem wir am 25. Mai im Bürgerhaus Prohlis als neues Format ausprobierten.

Bau Pizzaofen


Anfang Juni startete wieder die Sommercafé- und Gartenkino-Saison. Die erste von insgesamt vier geplanten Veranstaltungen organisierten wir in Zusammenarbeit mit dem Verein „Georgier in Dresden e. V.“, der mit einer musikalischen Darbietung der „Odakidz“ einen lebendigen Nachmittag gestaltete. Dazu gab es georgisches Gebäck, Gartenlimonade, Tee und Kaffee. Den Abschluss bildete ein georgischer Filmabend mit „Meine glückliche Familie“. In den Wochen darauf wuchs die Gartengemeinschaft weiter zusammen. Die neuen Mitgliederfamilien bereicherten die Gemeinschaft. Gemeinsam bepflanzten wir die im Herbst errichteten Hochbeete aus dem Vorjahr und saßen öfter bei Tee und Kaffee zusammen, um uns besser kennenzulernen, während wir hin und wieder mit den Kindern Kartenspiele spielten. Besonders spannend waren die Projekttage mit einer 8. Klasse: Die Schüler*innen erfuhren, wie Kooperation gelebt wird, wie Projekte geplant werden, und eigneten sich in Gruppenarbeit Wissen zu Gartenthemen wie Kompostierung und Gartengestaltung an. Außerdem führten sie Interviews für einen Schüler-Podcast und halfen bei der Einweihung des neuen Pizzaofens während des Familiennachmittags.

Im Juli freuten wir uns zunehmend über die Ernteerfolge auf den Einzel- und Gemeinschaftsbeeten. Die zweite Sommercafé- und Gartenkino-Veranstaltung wurde dieses Mal kulinarisch von einer Frauengruppe aus dem Irak und Syrien mitorganisiert – die arabischen Süßspeisen sorgten für viele Komplimente und interessierte Gespräche über Rezepte und Zutaten. Das Filmprogramm an diesem Abend wurde von „KINO ÜBER LAND“ zusammengestellt und bot eine Auswahl von Kurzfilmen zu verschiedenen gesellschaftlichen Themen. Vor Beginn wurden einige Besucherinnen und Besucher über ihre Filmvorlieben und zu weiteren Themen interviewt. Eine weitere schöne Aktion war die Durchführung des Prohliser Mittagstischs der evangelisch-lutherischen Kirchgemeinde Prohlis im Garten, bei der zahlreiche Gäste mit einem leckeren Mittagsmenü versorgt wurden. Ende Juli fand dann auch wieder der nächste Pizzanachmittag bei uns statt: Die große Menge an Pizzen, die zubereitet wurde, erfreute unsere zahlreichen großen und kleinen Gäste.

Im August nutzten unsere Mitgliederfamilien, besonders während der Ferienzeiten, den Garten intensiv für gemeinsame Besuche, Spiele im Schatten, gemeinsames Gärtnern und um im Kontakt mit der Gartengemeinschaft zu sein. Außerdem nutzte die Kulturloge Dresden unseren Garten um mit einer Feier ihren ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen zu danken. Im August fand auch das dritte Sommercafé mit Gartenkino in diesem Jahr statt und wurde diesmal von unseren venezolanischen Mitgliedern mitgestaltet und sehr dekorativ ausgeschmückt. Der musikalische Beitrag an diesem Nachmittag war eine tolle Bereicherung und bot zusätzlichen Einblick in die venezolanische Kultur, begleitet von kulinarischen Spezialitäten. Am Abend zeigten wir den venezolanischen Film El Salto de los Ángeles.

Mitte August luden wir die AWO-Seniorenbegegnungsstätte aus dem Quartier zu einem Kaffeenachmittag ein. Neben gemeinsamem Kuchenessen organisierten wir eine kleine Kräuter-Mitmachstation um über sensorische Erfahrungen und persönliche Erinnerungen ins Gespräch zu kommen.

Beim Familiennachmittag konnten die Kinder dieses Mal Stoffbeutel kreativ mit Naturmaterialien und Druckfarbe bedrucken und gestalten. Außerdem gab es regelmäßige Arbeitseinsätze, den Pizzanachmittag und das Gruppentreffen. Erstmals startete im Garten ein Deutschsprachkurs für Mitglieder und Interessierte, der ab diesem Zeitpunkt regelmäßig angeboten wurde. Den Abschluss des Monats bildete das interkulturelle Bürgerfest von „Prohlis ist bunt“, bei dem wir uns erneut mit einem Smoothie-Bike-Stand beteiligten. Weitere Mitmachaktionen, ein Bühnenprogramm und kulinarische Angebote machten das Fest zu einem lebendigen Ereignis im Zeichen von Vielfalt, Toleranz und Gemeinschaft.


Im September standen Gartenpflege, Ernte und die Vorbereitung auf den Herbst im Vordergrund: es wurde geerntet, Saatgut gesammelt und letzte Pflanzungen durchgeführt. Bei Bau- und Reparaturarbeiten wurde unter anderem ein Dach für unseren Pizzaofen errichtet.

Der Deutschsprachkurs etablierte sich zunehmend als regelmäßiges Angebot. Beim letzten Sommercafé gab es im idyllisch grünen Garten irakische und syrische Spezialitäten zum Genießen und Beisammensein. Das Programm für unser Gartenkino wurde an diesem Abend in Kooperation mit Zukunftsgestalten e. V. kuratiert und zeigte den Film Bigger than Us, der junge Menschen und ihr Engagement für Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit porträtierte.

Weitere Höhepunkte im September waren der Pizzanachmittag, das Kartoffelfest mit internationalen Kartoffelkreationen unserer Gartenmitglieder sowie der 8. Geburtstag von Musaik, der mit einer Baum-Pflanzaktion der Kinder gefeiert wurde. Da die Apfelbäume dieses Jahr wieder Früchte trugen, konnte auch unsere Saftpressaktion stattfinden. Dafür kamen dieses Mal Besucher*innen des Nachbarschaftsprojekts 60plus zu uns in den Garten und auf die Streuobstwiese. Kinder, Senior*innen und Mitglieder konnten gemeinsam Äpfel ernten, pressen und Apfelmus einkochen.

In den Herbstferien nutzten die Mitglieder die milden Temperaturen für selbstständige Gartenpflege. Das Ende der 35. Interkulturellen Tage wurde mit Musik, Bastelaktionen und Buffet im Bürgerhaus Prohlis gefeiert, bei dem einige Gartenmitglieder Spezialitäten aus ihrer Heimatküche beitrugen.

Die Gartenarbeit rückte jetzt wieder stärker in den Fokus: Bauaktionen, Aufräumen und die Vorbereitung der Beete für den Winter standen an. Beim letzten Pizzanachmittag des Jahres begrüßten wir Gäste des Projekts „AVA Austausch und Vernetzung im Alter“, einem Angebot für Menschen ab 55 Jahren. Am 24. Oktober fand der gemeinsam mit dem Stadtteilverein PRO-Prohlis e. V. organisierte Herbstputz statt. Zudem waren wir an drei Tagen im Hinterhof der Vetschauer Straße aktiv und kooperierten mit MOBA (der Mobile Arbeit des Ausländerrates) und Fabi (dem Familienbildungszentrum). Diese Nachmittage nutzten wir, um vor Ort Ideen für zukünftige Projekte mit den Anwohner*innen zu sammeln. Den Monatsabschluss bildete das Halloweenfest im Bürgerhaus Prohlis mit Kürbisschnitzen, Schminken, Kinderdisko und Laternenumzug. Den wertvollen Besuch von „TTT – Train the Trainer“ und einer Selbstvertreter*innen-Gruppe im Oktober war für uns außerdem ein wichtiger Schritt für unsere Reflexion hinsichtlich mehr Barrierefreiheit im Garten.

Der November war zwar ruhiger, aber trotzdem arbeitsintensiv. Bei zwei wöchentlichen Gartenzeiten wurden die letzten Arbeiten vor der Winterruhe erledigt: Beete abgedeckt, Materialien verstaut, Lager aufgeräumt. Besonders der Arbeitseinsatz am 15. November war gut besucht und zeigte eine große Beteiligung der Mitglieder.

Im Dezember verlagerten sich die Arbeiten ins Innere. Team- und Planungstreffen nutzten die Projektmitarbeitenden, um das Gartenjahr auszuwerten, anstehende Veranstaltungen im Dezember zu planen und die Projektplanung für 2026, inklusive der ESF-Plus-Förderung, vorzubereiten.

Öffentliche Aktionen im Dezember waren ein Mitmachangebot des Gemeinschaftsgartens auf dem Prohliser Adventsmarkt, bei dem Besucherinnen und Besucher Weihnachtskränze basteln konnten. Der traditionelle Jahresabschluss am Lagerfeuer mit Kesselgulasch für unsere Gartenmitglieder fand ebenfalls wieder in diesen Wochen statt. Erstmals beteiligten wir uns als „Lichtergarten“ am Lebendigen Adventskalender in Prohlis und organisierten zudem im Rahmen der Kurzfilmtage ein Kinoprogramm im Prohliszentrum mit Kurzfilmen sowie Bastelangeboten für Kinder und Familien.

Mit diesen Veranstaltungen endete ein ereignisreiches Gartenjahr, das durch gemeinschaftliches Engagement, interkulturelle Begegnungen, kreative Projekte und nachhaltige Aktivitäten geprägt war – und den Ausblick auf ein spannendes neues Gartenjahr eröffnete.

Der November und Dezember im Gemeinschaftsgarten

Im November wurde es allmählich ruhiger in unserem Garten. Wir trafen uns noch zu zwei Gartenzeiten pro Woche, um die letzten Arbeiten vor der Winterruhe zu erledigen. Besonders der Arbeitseinsatz am Samstag, dem 15. November, war noch einmal gut besucht, sodass gemeinsam vieles geschafft werden konnte. Die letzten Beete wurden abgedeckt, Materialien verstaut, das Lager aufgeräumt und der Garten Schritt für Schritt winterfest gemacht. Als Erprobungsphase besuchten wir auch an drei Nachmittagen den Innenhof der Vetschauerstr. und das Nachmittagsangebot der MOBA, um zu erkunden, welche Anknüpfungsmöglichkeiten wir als Gartenprojekt zukünftig an solchen Orten haben. Der letzte Termin davon fand im November statt.

Außerdem gab es ordentlich was zu feiern: Unser Träger, der Verbund Sozialpädagogischer Projekte, feierte am 7. November sein 35-jähriges Bestehen!

Im Dezember verlagerte sich die Arbeit für uns hauptamtliche Mitarbeitende bzw. Koordinator*innen überwiegend in die Innenräume. In verschiedenen Team- und Planungstreffen wurde das vergangene Gartenjahr ausgewertet und der Blick nach vorn gerichtet. Einen besonderen Schwerpunkt bildete dabei die Ausarbeitung der Projektbeschreibung für die ab 2026 geplante Projektförderung über ESF Plus (Europäischer Sozialfonds Plus). So floss in den letzten Wochen des Jahres viel Zeit, Mühe und Herzblut in diese konzeptionelle Arbeit, um eine stabile Grundlage für die zukünftige Weiterentwicklung des Gemeinschaftsgartens zu schaffen und ein Fortbestehen zu sichern.

Neben der Planungsarbeit gab es im Dezember auch mehrere öffentliche Termine und Beteiligungen im Stadtteil. So waren wir mit einem Mitmachangebot auf dem Prohliser Adventsmarkt der Evangelisch-Lutherischen Kirchgemeinde Prohlis vertreten, bei dem wir mit Besucherinnen und Besuchern Adventskränze und -gestecke an unserem Stand  bastelten.

Am 16. Dezember fand das jährlich stattfindende traditionelle Lagerfeuer als Abschluss der Gartensaison mit unseren Gartenmitgliedern statt. Bei Kesselgulasch über dem Feuer, weihnachtlichem Gebäck und warmen Getränken bot sich noch einmal Raum für Austausch, Rückblicke und ein besinnliches Beisammensein.

Am darauffolgenden Tag öffneten wir im Rahmen des Lebendigen Adventskalenders Prohlis den Gemeinschaftsgarten für eine kleine adventliche Begegnung und luden die Prohliserinnen und Prohliser in einen bunt beleuchteten Garten zu weihnachtlicher Musik, Lagerfeuer, Punsch und Plätzchen ein.

Am 19. Dezember fand unsere letzte Veranstaltung des Jahres statt.  Im Rahmen des Kurzfilmtags – einem jährlich stattfindenden Aktionstag, an dem in ganz Deutschland kurze Filme in Kinos, Kulturorten und anderen Räumen gezeigt werden organisierten wir den Kurzfilmtag im Vereinsraum des Stadtteilvereins PRO Prohlis e.V. im Prohliszentrum. Gezeigt wurde ein Kurzfilmprogramm, hauptsächlich für junge Besucher*innen, zusätzlich gab es neben den Filmen ein weihnachtliches Bastelangebot, bei dem wir gemeinsam ins Gespräch kommen konnten.

Mit diesen Momenten ging ein ereignisreiches Gartenjahr zu Ende – und machte zugleich Lust auf die kommende Saison.

Der Oktober im Gemeinschaftsgarten

In den ersten Schulferienwochen waren die Angebote und Aktivitäten im Garten urlaubsbedingt etwas reduziert. An den Schließtagen nutzten die Mitglieder die noch milden Herbsttemperaturen, um den Garten eigenständig zu nutzen, sich kurz zu treffen, Laub zu harken oder Beete auf Vordermann zu bringen.

Am 12. Oktober gingen die 35. Interkulturellen Tage unter dem Motto „Miteinander wachsen“ zu Ende. Die drei vorangegangenen Veranstaltungswochen boten zahlreiche Einblicke in Dresdens interkulturelle Vielfalt – von Konzerten und Theater über Workshops bis hin zu Stadtführungen. Bei Musik, Bastelaktionen, Pizzabacken und verschiedenen interkulturellen Spezialitäten am Buffet fanden die Wochen mit dem Abschlussfest im Bürgerhaus Prohlis einen gelungenen Ausklang. Auch Mitglieder des Gemeinschaftsgartens beteiligten sich mit afghanischen Spezialitäten oder einem gesunden Gartensalat am Buffet.

Für Gartenarbeiten wurde es ab Mitte des Monats zunehmend kühler – ein guter Anlass, in Bewegung zu bleiben, denn es gab noch einiges zu tun: Bauaktionen, das Vorbereiten der Beete für die Winterruhe sowie verschiedene Aufräumarbeiten standen an. Zudem wurde noch einmal Erde angeliefert, um diese in die Beete einzuarbeiten und so die Grundlage für einen guten Start in die kommende Gartensaison zu schaffen. Auch beim „Arbeitseinsatz mit Kaffeepause“ war die Beteiligung der Mitglieder groß, sodass gemeinsam vieles geschafft werden konnte.

Am 21. Oktober fand unser letzter Pizzanachmittag des Jahres statt. Wir freuten uns, Gäste des Projekts AVA (Austausch und Vernetzung im Alter) begrüßen zu dürfen – und an diesem Tag für den Oktober erfreulich milden Temperaturen. AVA ist ein Projekt der KulturLeben Dresden UG, das sich an Menschen ab 55 Jahren richtet, insbesondere an Dresdnerinnen und Dresdner im Übergang in die nachberufliche Lebensphase. Ziel ist es, gemeinsam Angebote zu gestalten, die aktive Lebensgestaltung, Vernetzung und persönliche Weiterentwicklung fördern. Das Projekt wird ebenfalls vom Sozialamt der Landeshauptstadt Dresden unterstützt.

3 Tage später, am 24. Oktober, fand unser gemeinsam mit dem Stadtteilverein Prohlis e.V. organisierter und durchgeführter Herbstputz statt. Der Treffpunkt und Infostand dazu befand sich wieder auf dem Vorplatz vom Prohlis Zentrum. Unterstützt wurden wir dabei wieder tatkräftig von Klassen der 121. Oberschule aus Prohlis, wofür wir uns herzlich bedanken möchten. Leider blieb die Beteiligung durch weitere Anwohnerinnen und Anwohner diesmal aus, auch wenn sich an unserem Aktions- und Informationsstand einige interessante Gespräche ergaben und ein generelles Interesse spürbar war. Für die Zukunft planen wir jedoch weitere Aktionen, um noch mehr Menschen zu erreichen und zu motivieren, sich für ein sauberes und lebenswertes Prohlis zu engagieren. Dabei möchten wir das Bewusstsein für Sauberkeit, richtige Müllentsorgung und gemeinschaftlichen Zusammenhalt weiter stärken – damit Prohlis ein lebenswerter Stadtteil für alle bleibt.

Außerdem waren wir in diesem Monat zweimal im Hinterhof an der Vetschauer Straße, um uns ein Bild von dem Interesse an zukünftigen nachhaltigen und ökologischen Mitmachangeboten zu machen. Dabei kooperierten wir mit der MOBA, der Mobilen Arbeit des Ausländerrat Dresden e.V., sowie mit unseren Kolleginnen vom „Fabi – Familienbildung & Integrierte Hilfen“ des VSP e.V., die einmal die Woche mit einem Nachmittagsangebot dort aktiv sind. Neben Gesprächen mit Kindern und Eltern aus der unmittelbaren Nachbarschaft wurde gemeinsam gespielt und gebastelt – passend für das Halloweenfest im Bürgerhaus welches ein paar Tage später stattfinden sollte, bastelten wir an einem Nachmittag mit den Kindern dabei bunte Laternen. Am 30.10. durften wir die Gruppe von TTT (Train the Trainer) herzlich in unserem Garten begrüßen. Dabei haben wir unsere Öffentlichkeitsarbeit (Webseite und Flyer) hinsichtlich Barrierefreiheit reflektiert und anschließend gemeinsam einen Barrierecheck im Garten durchgeführt. Im Fokus standen dabei insbesondere das Auffinden des Ortes, die Erreichbarkeit, der Zugang, die Orientierung, Barrierefreiheit und die Willkommenskultur.


Am 31. Oktober fand das diesjährige Halloweenfest statt. In diesem Jahr gab es erstmals eine Veränderung der Örtlichkeiten: Anders als in den Vorjahren, als das Fest am Prohliszentrum und auf dem Gelände des Förderzentrums zur Lernförderung Albert Schweitzer bzw. des Familienbildungszentrum des VSP e.V. stattfand, wurde es nun am Bürgerhaus Prohlis gefeiert.

Leider konnten vor Ort Klassiker wie die Feuerschalen und Stockbrot nicht angeboten werden, und auch an anderen Stellen zeigten sich Möglichkeiten zur Verbesserung für das nächste Jahr. Trotz kamen zahlreiche kleine und große Besucherinnen und Besucher, die sich schminken lassen, Kürbisse schnitzen oder am Laternenumzug mit Krambambuli teilnehmen konnten. Das große Interesse der Gäste zeigte, dass das Fest ein wichtiger Begegnungsmoment im Stadtteil ist– und gibt uns wertvolle Anregungen, um das Halloweenfest im nächsten Jahr noch besser zu gestalten.