Eine kurze Zusammenfassungin vereinfachter Sprache findest du unten.
Auch im Februar brachte uns die Workshopreihe im Wintertreff im Bürgerhaus Prohlis wieder regelmäßig zusammen. In der ersten Woche stellten wir gemeinsam Samenkarten her. Dafür wurden zunächst altes Papier und Eierkartons in Wasser eingeweicht und anschließend zu einem feinen Papierbrei püriert. Aus dieser Masse formten wir kleine Kärtchen, in die wir Blumensamen einarbeiteten. Danach wurden die Karten gepresst und zum Trocknen ausgelegt. Eine schöne Geschenkidee, die einfach zu Hause nachgemacht werden kann und später an Lieblingsorten oder auf dem Balkon bunte Blumen wachsen lässt.
In der zweiten Ferienwoche trafen wir uns, um gemeinsam mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Pflanzschilder für die kommende Gartensaison und die nächste Aussaat herzustellen. Zerbrochene Tontöpfe oder Schieferplatten wurden mit Lackstiften bunt beschriftet, während einige einen Brennkolben nutzten, um die Namen verschiedener Pflanzen in zurechtgeschnitzte Holzstöcke einzubrennen. Mit viel Begeisterung und Hingabe entstanden zahlreiche kreative und liebevoll gestaltete Pflanzschilder, die im Frühjahr unsere Pflanzen in den Einzel- und Gemeinschaftsbeeten markieren werden.
Beim vorerst letzten Nachbarschaftstreff im Bürgerhaus Prohlis vor dem Start der Gartensaison am 3. März sichteten und verteilten wir gemeinsam Saatgut – mit dem Ziel, die Vorzucht von Paprika, Chili, Auberginen und weiteren Pflanzen mit langer Kultivierungsdauer gut zu planen und rechtzeitig zu koordinieren. So hoffen wir, nach den letzten Frösten im Mai, viele kräftige Jungpflanzen in unseren Garten einsetzen zu können. Ein weiteres Thema dieses Wintertreffs war die Stecklingsvermehrung verschiedener Beerensträucher, darunter Kiwi, Johannisbeeren, Aronia und Blaubeeren, aber auch Kräuter wie Rosmarin. Es ist immer wieder faszinierend zu sehen, wie einfach sich viele Pflanzen vermehren lassen – und wie viel Freude das gemeinsame Ausprobieren macht.
Darüber hinaus investierte die Koordinatorin des Projekts in diesen Wochen viel Zeit in das Fortbestehen und die Sicherung des Gemeinschaftsgartens. Dazu gehörten konzeptionelle Arbeiten, Trägergespräche mit dem Fördermittelgeber, der Austausch mit der Geschäftsstelle und unserer Fachberatung sowie die sorgfältige Erstellung und Einreichung der Jahresabschlussberichte des vergangenen Jahres. All diese Arbeiten sind essenziell, finden meist unbemerkt im Hintergrund statt, erfordern viel Zeit, Energie und Engagement – und ohne sie könnte ein so tolles Projekt nicht existieren.
So verabschieden wir uns voller Vorfreude auf die kommende Woche und die neue Gartensaison – mit vielen spannenden Begegnungen und Veranstaltungen.
Zusammenfassung:
Im Februar trafen wir uns wieder regelmäßig im Bürgerhaus Prohlis. In der ersten Woche bastelten wir aus Altpapier und Blumensamen kleine Samenkarten. Legt man sie in die Erde – im Garten, an einem Lieblingsplatz oder auf dem Balkon – können daraus später Blumen wachsen.
In der zweiten Ferienwoche machten wir Pflanzschilder aus alten Tontopfscherben, Schieferplatten oder Holz für unsere Beete im Gemeinschaftsgarten. Außerdem sortierten und verteilten wir Saatgut, um Pflanzen wie Paprika oder Auberginen vorzuziehen. Wir vermehrten auch Stecklinge von Beerensträuchern und Kräutern.
Die Projektkoordinatorin kümmerte sich zusätzlich um die Planung, Organisation und Förderung des Gemeinschaftsgartens, damit alles weiterhin gut funktioniert.
Eine kurze Zusammenfassung in vereinfachter Sprache findest du unten.
Auch im kalten Januar waren wir vom Gemeinschaftsgarten aktiv: Unsere Workshopreihe im Nachbarschaftstreff im Bürgerhaus Prohlis brachte uns einmal wöchentlich zusammen – zum Austauschen, Werkeln und gemeinsamen Genießen.
Den Auftakt machten wir am 6. Januar mit einem gesunden Start ins neue Jahr. Aus frischen Zutaten stellten wir Ingwer-Kurkuma-Shots her und wärmten uns mit aromatischem Ingwertee. Ein wohltuender Beginn, der das Immunsystem stärkte und zugleich Anlass bot, miteinander ins Gespräch zu kommen und sich auszutauschen.
In der darauffolgenden Woche wurde es kreativ: Trotz eisiger Temperaturen und vereister Fußwege, die den Weg zum Bürgerhaus erschwerten, trafen wir uns, um Futterhäuschen aus recycelten Materialien zu basteln und Meisenknödel herzustellen. Die Futterknödel wurden anschließend im Gemeinschaftsgarten Prohlis aufgehängt – als zusätzliche Futterquelle für unsere Wintervögel bei frostigem Wetter.
Am 20. Januar wurde gemeinsam gekocht: Unter der Anleitung eines afghanischen Gartenmitglieds bereiteten wir an diesem Workshoptag ein traditionelles afghanisches Gericht zu. In den Kochpausen wurde Karten gespielt, gelacht und sich ausgetauscht. Die gemeinsame Zubereitung und das anschließende Essen machten diesen Nachmittag zu einer sehr angenehmen und leckeren Begegnung.
Beim letzten Workshop im Januar widmeten wir uns dem Thema Resteverwertung. Aus Gemüseresten stellten wir unsere eigene Brühe her, und aus altem Brot, das wir dankenswerterweise von der Vortagsbäckerei & Kulturcafé „Tag2wo“ (Instagram: https://www.instagram.com/tag2wo/) gespendet bekommen hatten, bereiteten wir Knödel zu. Am Ende stand ein deftiger Gemüseeintopf mit Knödeln auf dem Tisch, der allen Teilnehmenden hervorragend schmeckte und zeigte, wie kreativ, einfach und nachhaltig Kochen sein kann.
Im Februar wird die Wintertreff-Reihe mit weiteren Angeboten fortgeführt.
Zusammenfassung: Im Januar fand im Bürgerhaus Prohlis jede Woche ein Treffen des Gemeinschaftsgartens statt. Dabei bereiteten wir gesunde Getränke zu, bastelten und kochten gemeinsam. Unter anderem stellten wir Ingwer-Shots her, bauten Futterhäuschen für Vögel und bereiteten ein afghanisches Essen zu. Zum Abschluss im Januar kochten wir gemeinsam einen Gemüseeintopf mit Knödeln. Die Veranstaltungen werden im Februar fortgesetzt.
Ein weiteres ereignisreiches Jahr liegt hinter uns – lest hier von unserem Jahresrückblick über unser Projektjahr 2025:
In den Monaten Januar und Februar trafen wir uns regelmäßig zu Gruppentreffen im Bürgerhaus Prohlis. Dabei reflektierten wir gemeinsam mit den Gartenmitgliedern das vergangene Jahr, überarbeiteten die Gartenordnung und entwickelten neue Ideen für die kommende Saison. Zudem sichteten wir das Saatgut und verteilten es an die Mitglieder und neue Interessierte, sodass sich alle an der Voranzucht für die neue Gartensaison beteiligen und wir eine Vielzahl junger Pflanzen heranziehen konnten.
Parallel dazu waren wir hauptamtlichen Mitarbeitenden in verschiedene Planungs- und Netzwerktreffen im Stadtteil eingebunden und kümmerten uns um die Öffentlichkeitsarbeit sowie die Verwaltung des Projekts. Ein besonderer Moment war der Besuch der Evangelischen Hochschule an einem Gruppentreffen, die unseren Gemeinschaftsgarten im Rahmen eines Interviews als Beispiel für gelebtes Commoning vorstellte. Commoning bezeichnet die gemeinschaftliche Nutzung und Pflege von Ressourcen wie Land, Wasser oder Wissen, ohne dass diese jemandem allein gehören oder kommerziell verwertet werden.
Am 4. März startete dann endlich wieder offiziell die neue Gartensaison. Der Wiederbeginn nach der Winterpause bereitete den Gärtnerinnen und Gärtnern große Freude und bot viel Raum für Austausch sowie erste gemeinsame Aktivitäten im Garten. Während der Bauwerkstatt in der ersten Woche entstanden neue Frühbeetaufsätze. Außerdem fanden ein Vorzieh-Workshop und ein Familiennachmittag statt, und viele neue interessierte Menschen aus dem Stadtteil nutzten die offenen Gartenzeiten, um das Projekt kennenzulernen. Im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus beteiligte sich der Gemeinschaftsgarten mit einem Infotag und Lagerfeuer im Garten und am Interkulturellen Fußballturnier, das vom Jugendhaus Lila und dem Netzwerk „Prohlis ist bunt“ organisiert wurde und ein starkes Zeichen für Toleranz, Fairplay und Zusammenhalt setzte.
Gartenarbeiten MärzInfotag und LagerfeuerInterkulturelles Fußballturnier
In den Monaten April und Mai herrschte im Garten eine besonders aktive und lebendige Zeit. Neben den regelmäßig stattfindenden offenen Gartenzeiten gab es zahlreiche Mitmachangebote, darunter Bauaktionen der Familiennachmittag und Kooperationen, wie der Besuch einer Frauengruppe des Projektes BASE von Arbeit und Leben e. V. oder die Betreuung eines Begegnungscafés im Prohliszentrum. Anfang des Monats organisierten wir eine große Stadtteil-Putzaktion, zudem fanden eine Bauwerkstatt für Nistkästen, ein Saisonauftakt mit Mitbringbuffet sowie ein Bike-Check statt. Der zusätzliche Besuch des MDR für ein Interview im Garten trug dazu bei, den Garten als offenen Ort der Begegnung sichtbar zu machen. Durch eine Kooperation mit der Albert-Schweitzer-Schule konnte zudem ein zusätzliches Bewegungs- und Begegnungsangebot für Jugendliche aus dem Jugendhaus Lila, für Gartenmitglieder sowie die Besucherinnen und Besucher des Gemeinschaftsgartens geschaffen werden. Außerdem unterstützen wir die Gründung des neuen Prohliser Stadtteilvereins Pro-Prohlis e. V.
Gartenarbeiten im AprilFrühjahrsputzaktion vorm ProhliszentrumAuftakt der Gartsaison
Im Mai lag zudem ein besonderer Fokus auf einer mehrtägigen Bauaktion zum Bau eines Pizzaofens für den Garten. Dieser soll den Mitgliedern sowie Besucherinnen und Besuchern künftig die Möglichkeit bieten Pizza, Brote und vieles mehr zu backen und gemeinsam zu genießen. Die Umsetzung dieses Herzensprojekts verdanken wir dem Jugendmigrationsdienst der Caritas, der uns für die Bauaktion die nötigen Mittel zur Verfügung stellte, worüber wir sehr dankbar sind. Darüber investierten wir viel Zeit und Energie in die Vorbereitung und Mitgestaltung des Prohliser Tauschmarktes mit Nachbarschaftsbrunch, welchem wir am 25. Mai im Bürgerhaus Prohlis als neues Format ausprobierten.
Besuch von „Arbeit und Leben e. V.“FamiliennachmittagNachbarschaftsbrunch und Tauschmarkt
Bau Pizzaofen
Anfang Juni startete wieder die Sommercafé- und Gartenkino-Saison. Die erste von insgesamt vier geplanten Veranstaltungen organisierten wir in Zusammenarbeit mit dem Verein „Georgier in Dresden e. V.“, der mit einer musikalischen Darbietung der „Odakidz“ einen lebendigen Nachmittag gestaltete. Dazu gab es georgisches Gebäck, Gartenlimonade, Tee und Kaffee. Den Abschluss bildete ein georgischer Filmabend mit „Meine glückliche Familie“. In den Wochen darauf wuchs die Gartengemeinschaft weiter zusammen. Die neuen Mitgliederfamilien bereicherten die Gemeinschaft. Gemeinsam bepflanzten wir die im Herbst errichteten Hochbeete aus dem Vorjahr und saßen öfter bei Tee und Kaffee zusammen, um uns besser kennenzulernen, während wir hin und wieder mit den Kindern Kartenspiele spielten. Besonders spannend waren die Projekttage mit einer 8. Klasse: Die Schüler*innen erfuhren, wie Kooperation gelebt wird, wie Projekte geplant werden, und eigneten sich in Gruppenarbeit Wissen zu Gartenthemen wie Kompostierung und Gartengestaltung an. Außerdem führten sie Interviews für einen Schüler-Podcast und halfen bei der Einweihung des neuen Pizzaofens während des Familiennachmittags.
Sommercafé Projekttage mit SchülerinnenErster Pizzanachmittag
Im Juli freuten wir uns zunehmend über die Ernteerfolge auf den Einzel- und Gemeinschaftsbeeten. Die zweite Sommercafé- und Gartenkino-Veranstaltung wurde dieses Mal kulinarisch von einer Frauengruppe aus dem Irak und Syrien mitorganisiert – die arabischen Süßspeisen sorgten für viele Komplimente und interessierte Gespräche über Rezepte und Zutaten. Das Filmprogramm an diesem Abend wurde von „KINO ÜBER LAND“ zusammengestellt und bot eine Auswahl von Kurzfilmen zu verschiedenen gesellschaftlichen Themen. Vor Beginn wurden einige Besucherinnen und Besucher über ihre Filmvorlieben und zu weiteren Themen interviewt. Eine weitere schöne Aktion war die Durchführung des Prohliser Mittagstischs der evangelisch-lutherischen Kirchgemeinde Prohlis im Garten, bei der zahlreiche Gäste mit einem leckeren Mittagsmenü versorgt wurden. Ende Juli fand dann auch wieder der nächste Pizzanachmittag bei uns statt: Die große Menge an Pizzen, die zubereitet wurde, erfreute unsere zahlreichen großen und kleinen Gäste.
Gartenkino mit KINO ÜBER LANDProhliser Mittagstische bei uns im Garten
Im August nutzten unsere Mitgliederfamilien, besonders während der Ferienzeiten, den Garten intensiv für gemeinsame Besuche, Spiele im Schatten, gemeinsames Gärtnern und um im Kontakt mit der Gartengemeinschaft zu sein. Außerdem nutzte die Kulturloge Dresden unseren Garten um mit einer Feier ihren ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen zu danken. Im August fand auch das dritte Sommercafé mit Gartenkino in diesem Jahr statt und wurde diesmal von unseren venezolanischen Mitgliedern mitgestaltet und sehr dekorativ ausgeschmückt. Der musikalische Beitrag an diesem Nachmittag war eine tolle Bereicherung und bot zusätzlichen Einblick in die venezolanische Kultur, begleitet von kulinarischen Spezialitäten. Am Abend zeigten wir den venezolanischen Film El Salto de los Ángeles.
Mitte August luden wir die AWO-Seniorenbegegnungsstätte aus dem Quartier zu einem Kaffeenachmittag ein. Neben gemeinsamem Kuchenessen organisierten wir eine kleine Kräuter-Mitmachstation um über sensorische Erfahrungen und persönliche Erinnerungen ins Gespräch zu kommen.
Somercafé mit venezolanischer MusikAWO-Seniorenbegegnungsstätte zu Besuch im Garten Ehrenamtsfest im Bürgerhaus
Beim Familiennachmittag konnten die Kinder dieses Mal Stoffbeutel kreativ mit Naturmaterialien und Druckfarbe bedrucken und gestalten. Außerdem gab es regelmäßige Arbeitseinsätze, den Pizzanachmittag und das Gruppentreffen. Erstmals startete im Garten ein Deutschsprachkurs für Mitglieder und Interessierte, der ab diesem Zeitpunkt regelmäßig angeboten wurde. Den Abschluss des Monats bildete das interkulturelle Bürgerfest von „Prohlis ist bunt“, bei dem wir uns erneut mit einem Smoothie-Bike-Stand beteiligten. Weitere Mitmachaktionen, ein Bühnenprogramm und kulinarische Angebote machten das Fest zu einem lebendigen Ereignis im Zeichen von Vielfalt, Toleranz und Gemeinschaft.
fleißige Helfer im Gartenbunte ErnteSmoothiebike beim Bürgerfest
Im September standen Gartenpflege, Ernte und die Vorbereitung auf den Herbst im Vordergrund: es wurde geerntet, Saatgut gesammelt und letzte Pflanzungen durchgeführt. Bei Bau- und Reparaturarbeiten wurde unter anderem ein Dach für unseren Pizzaofen errichtet.
Der Deutschsprachkurs etablierte sich zunehmend als regelmäßiges Angebot. Beim letzten Sommercafé gab es im idyllisch grünen Garten irakische und syrische Spezialitäten zum Genießen und Beisammensein. Das Programm für unser Gartenkino wurde an diesem Abend in Kooperation mit Zukunftsgestalten e. V. kuratiert und zeigte den Film Bigger than Us, der junge Menschen und ihr Engagement für Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit porträtierte.
irakische und syrische SpezialitätenGartenkino mit Zukunftsgestalten e. V. 8. Geburtstag von“MUSAIK“
Weitere Höhepunkte im September waren der Pizzanachmittag, das Kartoffelfest mit internationalen Kartoffelkreationen unserer Gartenmitglieder sowie der 8. Geburtstag von Musaik, der mit einer Baum-Pflanzaktion der Kinder gefeiert wurde. Da die Apfelbäume dieses Jahr wieder Früchte trugen, konnte auch unsere Saftpressaktion stattfinden. Dafür kamen dieses Mal Besucher*innen des Nachbarschaftsprojekts 60plus zu uns in den Garten und auf die Streuobstwiese. Kinder, Senior*innen und Mitglieder konnten gemeinsam Äpfel ernten, pressen und Apfelmus einkochen.
In den Herbstferien nutzten die Mitglieder die milden Temperaturen für selbstständige Gartenpflege. Das Ende der 35. Interkulturellen Tage wurde mit Musik, Bastelaktionen und Buffet im Bürgerhaus Prohlis gefeiert, bei dem einige Gartenmitglieder Spezialitäten aus ihrer Heimatküche beitrugen.
PizzanachmittagSaftpressen im GartenHerbstputz Prohlis
Die Gartenarbeit rückte jetzt wieder stärker in den Fokus: Bauaktionen, Aufräumen und die Vorbereitung der Beete für den Winter standen an. Beim letzten Pizzanachmittag des Jahres begrüßten wir Gäste des Projekts „AVA Austausch und Vernetzung im Alter“, einem Angebot für Menschen ab 55 Jahren. Am 24. Oktober fand der gemeinsam mit dem Stadtteilverein PRO-Prohlis e. V. organisierte Herbstputz statt. Zudem waren wir an drei Tagen im Hinterhof der Vetschauer Straße aktiv und kooperierten mit MOBA (der Mobile Arbeit des Ausländerrates) und Fabi (dem Familienbildungszentrum). Diese Nachmittage nutzten wir, um vor Ort Ideen für zukünftige Projekte mit den Anwohner*innen zu sammeln. Den Monatsabschluss bildete das Halloweenfest im Bürgerhaus Prohlis mit Kürbisschnitzen, Schminken, Kinderdisko und Laternenumzug. Den wertvollen Besuch von „TTT – Train the Trainer“ und einer Selbstvertreter*innen-Gruppe im Oktober war für uns außerdem ein wichtiger Schritt für unsere Reflexion hinsichtlich mehr Barrierefreiheit im Garten.
Herbst in ProhlisLaternenbastelnHalloween am Bürgerhaus Prohlis
Der November war zwar ruhiger, aber trotzdem arbeitsintensiv. Bei zwei wöchentlichen Gartenzeiten wurden die letzten Arbeiten vor der Winterruhe erledigt: Beete abgedeckt, Materialien verstaut, Lager aufgeräumt. Besonders der Arbeitseinsatz am 15. November war gut besucht und zeigte eine große Beteiligung der Mitglieder.
Im Dezember verlagerten sich die Arbeiten ins Innere. Team- und Planungstreffen nutzten die Projektmitarbeitenden, um das Gartenjahr auszuwerten, anstehende Veranstaltungen im Dezember zu planen und die Projektplanung für 2026, inklusive der ESF-Plus-Förderung, vorzubereiten.
Prohliser AdventsmarktJahresabschluß am Lagerfeuer„Lichtergarten“
Öffentliche Aktionen im Dezember waren ein Mitmachangebot des Gemeinschaftsgartens auf dem Prohliser Adventsmarkt, bei dem Besucherinnen und Besucher Weihnachtskränze basteln konnten. Der traditionelle Jahresabschluss am Lagerfeuer mit Kesselgulasch für unsere Gartenmitglieder fand ebenfalls wieder in diesen Wochen statt. Erstmals beteiligten wir uns als „Lichtergarten“ am Lebendigen Adventskalender in Prohlis und organisierten zudem im Rahmen der Kurzfilmtage ein Kinoprogramm im Prohliszentrum mit Kurzfilmen sowie Bastelangeboten für Kinder und Familien.
Mit diesen Veranstaltungen endete ein ereignisreiches Gartenjahr, das durch gemeinschaftliches Engagement, interkulturelle Begegnungen, kreative Projekte und nachhaltige Aktivitäten geprägt war – und den Ausblick auf ein spannendes neues Gartenjahr eröffnete.
Im November wurde es allmählich ruhiger in unserem Garten. Wir trafen uns noch zu zwei Gartenzeiten pro Woche, um die letzten Arbeiten vor der Winterruhe zu erledigen. Besonders der Arbeitseinsatz am Samstag, dem 15. November, war noch einmal gut besucht, sodass gemeinsam vieles geschafft werden konnte. Die letzten Beete wurden abgedeckt, Materialien verstaut, das Lager aufgeräumt und der Garten Schritt für Schritt winterfest gemacht. Als Erprobungsphase besuchten wir auch an drei Nachmittagen den Innenhof der Vetschauerstr. und das Nachmittagsangebot der MOBA, um zu erkunden, welche Anknüpfungsmöglichkeiten wir als Gartenprojekt zukünftig an solchen Orten haben. Der letzte Termin davon fand im November statt.
Außerdem gab es ordentlich was zu feiern: Unser Träger, der Verbund Sozialpädagogischer Projekte, feierte am 7. November sein 35-jähriges Bestehen!
Im Dezember verlagerte sich die Arbeit für uns hauptamtliche Mitarbeitende bzw. Koordinator*innen überwiegend in die Innenräume. In verschiedenen Team- und Planungstreffen wurde das vergangene Gartenjahr ausgewertet und der Blick nach vorn gerichtet. Einen besonderen Schwerpunkt bildete dabei die Ausarbeitung der Projektbeschreibung für die ab 2026 geplante Projektförderung über ESF Plus (Europäischer Sozialfonds Plus). So floss in den letzten Wochen des Jahres viel Zeit, Mühe und Herzblut in diese konzeptionelle Arbeit, um eine stabile Grundlage für die zukünftige Weiterentwicklung des Gemeinschaftsgartens zu schaffen und ein Fortbestehen zu sichern.
Neben der Planungsarbeit gab es im Dezember auch mehrere öffentliche Termine und Beteiligungen im Stadtteil. So waren wir mit einem Mitmachangebot auf dem Prohliser Adventsmarkt der Evangelisch-Lutherischen Kirchgemeinde Prohlis vertreten, bei dem wir mit Besucherinnen und Besuchern Adventskränze und -gestecke an unserem Stand bastelten.
Am 16. Dezember fand das jährlich stattfindende traditionelle Lagerfeuer als Abschluss der Gartensaison mit unseren Gartenmitgliedern statt. Bei Kesselgulasch über dem Feuer, weihnachtlichem Gebäck und warmen Getränken bot sich noch einmal Raum für Austausch, Rückblicke und ein besinnliches Beisammensein.
Am darauffolgenden Tag öffneten wir im Rahmen des Lebendigen Adventskalenders Prohlis den Gemeinschaftsgarten für eine kleine adventliche Begegnung und luden die Prohliserinnen und Prohliser in einen bunt beleuchteten Garten zu weihnachtlicher Musik, Lagerfeuer, Punsch und Plätzchen ein.
Am 19. Dezember fand unsere letzte Veranstaltung des Jahres statt. Im Rahmen des Kurzfilmtags – einem jährlich stattfindenden Aktionstag, an dem in ganz Deutschland kurze Filme in Kinos, Kulturorten und anderen Räumen gezeigt werden organisierten wir den Kurzfilmtag im Vereinsraum des Stadtteilvereins PRO Prohlis e.V. im Prohliszentrum. Gezeigt wurde ein Kurzfilmprogramm, hauptsächlich für junge Besucher*innen, zusätzlich gab es neben den Filmen ein weihnachtliches Bastelangebot, bei dem wir gemeinsam ins Gespräch kommen konnten.
Mit diesen Momenten ging ein ereignisreiches Gartenjahr zu Ende – und machte zugleich Lust auf die kommende Saison.
In den ersten Schulferienwochen waren die Angebote und Aktivitäten im Garten urlaubsbedingt etwas reduziert. An den Schließtagen nutzten die Mitglieder die noch milden Herbsttemperaturen, um den Garten eigenständig zu nutzen, sich kurz zu treffen, Laub zu harken oder Beete auf Vordermann zu bringen.
Am 12. Oktober gingen die 35. Interkulturellen Tage unter dem Motto „Miteinander wachsen“ zu Ende. Die drei vorangegangenen Veranstaltungswochen boten zahlreiche Einblicke in Dresdens interkulturelle Vielfalt – von Konzerten und Theater über Workshops bis hin zu Stadtführungen. Bei Musik, Bastelaktionen, Pizzabacken und verschiedenen interkulturellen Spezialitäten am Buffet fanden die Wochen mit dem Abschlussfest im Bürgerhaus Prohlis einen gelungenen Ausklang. Auch Mitglieder des Gemeinschaftsgartens beteiligten sich mit afghanischen Spezialitäten oder einem gesunden Gartensalat am Buffet.
Der Stand von „Omas gegen Rechts“PizzabackenDas Bürgerhaus Prohlis
Für Gartenarbeiten wurde es ab Mitte des Monats zunehmend kühler – ein guter Anlass, in Bewegung zu bleiben, denn es gab noch einiges zu tun: Bauaktionen, das Vorbereiten der Beete für die Winterruhe sowie verschiedene Aufräumarbeiten standen an. Zudem wurde noch einmal Erde angeliefert, um diese in die Beete einzuarbeiten und so die Grundlage für einen guten Start in die kommende Gartensaison zu schaffen. Auch beim „Arbeitseinsatz mit Kaffeepause“ war die Beteiligung der Mitglieder groß, sodass gemeinsam vieles geschafft werden konnte.
Gartenarbeiten im HerbstGartenarbeiten im HerbstPizzateig
Am 21. Oktober fand unser letzter Pizzanachmittag des Jahres statt. Wir freuten uns, Gäste des Projekts AVA (Austausch und Vernetzung im Alter) begrüßen zu dürfen – und an diesem Tag für den Oktober erfreulich milden Temperaturen. AVA ist ein Projekt der KulturLeben Dresden UG, das sich an Menschen ab 55 Jahren richtet, insbesondere an Dresdnerinnen und Dresdner im Übergang in die nachberufliche Lebensphase. Ziel ist es, gemeinsam Angebote zu gestalten, die aktive Lebensgestaltung, Vernetzung und persönliche Weiterentwicklung fördern. Das Projekt wird ebenfalls vom Sozialamt der Landeshauptstadt Dresden unterstützt.
Unsere Gäste vom Projekt AVA – Austausch und Vernetzung im AlterPizzabackaktionPizzaofen in Aktion
3 Tage später, am 24. Oktober, fand unser gemeinsam mit dem Stadtteilverein Prohlis e.V. organisierter und durchgeführter Herbstputz statt. Der Treffpunkt und Infostand dazu befand sich wieder auf dem Vorplatz vom Prohlis Zentrum. Unterstützt wurden wir dabei wieder tatkräftig von Klassen der 121. Oberschule aus Prohlis, wofür wir uns herzlich bedanken möchten. Leider blieb die Beteiligung durch weitere Anwohnerinnen und Anwohner diesmal aus, auch wenn sich an unserem Aktions- und Informationsstand einige interessante Gespräche ergaben und ein generelles Interesse spürbar war. Für die Zukunft planen wir jedoch weitere Aktionen, um noch mehr Menschen zu erreichen und zu motivieren, sich für ein sauberes und lebenswertes Prohlis zu engagieren. Dabei möchten wir das Bewusstsein für Sauberkeit, richtige Müllentsorgung und gemeinschaftlichen Zusammenhalt weiter stärken – damitProhlis ein lebenswerter Stadtteil für alle bleibt.
Schüler und Schülerinnen beim HerbstputzSchüler und Schülerinnen unterstützen beim Herbstputz
Außerdem waren wir in diesem Monat zweimal im Hinterhof an der Vetschauer Straße, um uns ein Bild von dem Interesse an zukünftigen nachhaltigen und ökologischen Mitmachangeboten zu machen. Dabei kooperierten wir mit der MOBA, der Mobilen Arbeit des Ausländerrat Dresden e.V., sowie mit unseren Kolleginnen vom „Fabi – Familienbildung & Integrierte Hilfen“ des VSP e.V., die einmal die Woche mit einem Nachmittagsangebot dort aktiv sind. Neben Gesprächen mit Kindern und Eltern aus der unmittelbaren Nachbarschaft wurde gemeinsam gespielt und gebastelt – passend für das Halloweenfest im Bürgerhaus welches ein paar Tage später stattfinden sollte, bastelten wir an einem Nachmittag mit den Kindern dabei bunte Laternen. Am 30.10. durften wir die Gruppe von TTT (Train the Trainer) herzlich in unserem Garten begrüßen. Dabei haben wir unsere Öffentlichkeitsarbeit (Webseite und Flyer) hinsichtlich Barrierefreiheit reflektiert und anschließend gemeinsam einen Barrierecheck im Garten durchgeführt. Im Fokus standen dabei insbesondere das Auffinden des Ortes, die Erreichbarkeit, der Zugang, die Orientierung, Barrierefreiheit und die Willkommenskultur.
Barrierecheck mit TTTLaternenbasteln mit „MOBA“ im Hinterhof an der Vetschauer Straße Halloween am Bürgerhaus
Am 31. Oktober fand das diesjährige Halloweenfest statt. In diesem Jahr gab es erstmals eine Veränderung der Örtlichkeiten: Anders als in den Vorjahren, als das Fest am Prohliszentrum und auf dem Gelände des Förderzentrums zur Lernförderung Albert Schweitzer bzw. des Familienbildungszentrum des VSP e.V. stattfand, wurde es nun am Bürgerhaus Prohlis gefeiert.
Halloween am Bürgerhaus ProhlisHalloween am Bürgerhaus ProhlisHalloween-Disko am Bürgerhaus Prohlis
Leider konnten vor Ort Klassiker wie die Feuerschalen und Stockbrot nicht angeboten werden, und auch an anderen Stellen zeigten sich Möglichkeiten zur Verbesserung für das nächste Jahr. Trotz kamen zahlreiche kleine und große Besucherinnen und Besucher, die sich schminken lassen, Kürbisse schnitzen oder am Laternenumzug mit Krambambuli teilnehmen konnten. Das große Interesse der Gäste zeigte, dass das Fest ein wichtiger Begegnungsmoment im Stadtteil ist– und gibt uns wertvolle Anregungen, um das Halloweenfest im nächsten Jahr noch besser zu gestalten.
Im September stand der Gemeinschaftsgarten zwischen spätsommerlicher Ernte und den ersten Vorboten des Herbstes. Während einige Beete noch Gemüse und Kräuter trugen, begannen andere bereits, sich auf die kommende Ruhezeit vorzubereiten. Es wurde geerntet, Saatgut gesammelt und noch einmal gepflanzt, was vor dem Frost reifen konnte. Gleichzeitig standen Pflegearbeiten wie das Zurückschneiden, Kompostieren und eine Bau- und Reparaturwoche auf dem Programm, in deren Rahmen wir unter anderem an einem Dach für unseren Pizzaofen arbeiteten. Wieder ein aktiver Monat, in dem neben den Gartenarbeiten noch vieles Weitere stattfand.
Der neugestartete Deutschsprachkurs hat sich zu einem regelmäßigen und gut besuchten Angebot im Garten etabliert, jeden Dienstag vor den offenen Gartenzeiten.
Auch das Sommercafé fand im September statt. Viele leckere Süßspeisen wurden von unseren irakischen Mitgliedern und deren syrischen Freund*innen zubereitet und erhielten viel Lob von den Gästen. Das Gartenkino an diesem Abend richteten wir gemeinsam mit Zukunftsgestalten e.V. aus und zeigten „Bigger than Us“. Der Film begleitet junge Menschen aus verschiedenen Ländern, die sich mit großem Engagement für Klimaschutz, soziale Gerechtigkeit und Menschenrechte einsetzen und zeigt, wie sie trotz globaler Krisen aktiv Veränderungen anstoßen. Nach dem Film gab es ein Gespräch und eine kleine Vorstellungsrunde von Menschen, die sich in Dresden und darüber hinaus in verschiedenen Projekten engagieren. All dies war ein gelungener Abschluss des Abends und eine gute Orientierung, um selbst aktiv werden zu können.
Ebenfalls im September fand wieder unser Pizzanachmittag statt, an dem viele verschiedene Pizzen kreiert wurden, die anschließend unter den hungrigen und neugierigen Besucher*innen verteilt wurden. Beim alljährlich stattfindenden Kartoffelfest wurden aus den Kartoffeln, die wir in den Tagen zuvor geerntet hatten, neben den Klassikern wie Kartoffeln mit Quark auch eine Vielzahl verschiedener Kartoffelkreationen zubereitet – darunter Samosas und weitere leckere Spezialitäten.
Am 29.09. feierte Musaik ihren 8.Geburtstag mit rund 50 Kindern sowie einigen Lehrenden und Eltern bei uns im Garten. Neben jeder Menge Trubel und Action im Garten, Muffins und kreativen Stationen wurde unter Anleitung ein Quittenbaum gepflanzt – gespendet von Musaik – den die Schüler*innen gemeinsam eingesetzt und mit persönlichen Wüschen für die Zukunft gestaltet haben. Danke dafür.
Ein besonderes Highlight war in diesem Jahr unsere Saftpressaktion. Die Ernte fiel erfreulicherweise sehr reich aus. Dank Frank Ringling, der in Zusammenarbeit mit dem Naturschutzverein Grüne Liga Dresdene.V. Streuobstwiesen mithilfe von Schafherden pflegt, konnten wir am 30. September gemeinsam mit Senior*innen des Nachbarschaftsprojekts 60plus aus Pieschen Äpfel auf einer nahegelegenen Streuobstwiese pflücken.
In kurzer Zeit sammelten wir eine große Menge Obst. Am Nachmittag begann dann das eigentliche Saftpressen: Gemeinsam mit Gartenmitgliedern, Kindern, Interessierten aus Prohlis und Teilnehmer*innen des Nachbarschaftsprojekts wurden die Äpfel zerkleinert, zu Maische verarbeitet, gepresst und in selbst mitgebrachte Flaschen abgefüllt. Zusätzlich kochten wir Apfelmus ein – und natürlich durfte zwischendurch immer wieder der frisch gepresste Saft probiert werden.
Der August war in diesem Jahr im Vergleich zu den Vorjahren deutlich milder – an manchen Tagen sehnte man sich sogar nach einem etwas intensiveren Sommer. Dennoch war es ein ausgesprochen aktionsreicher Monat mit vielen Begegnungen und Veranstaltungen. Besonders in den Ferienwochen war der Gartderen ein lebendiger Treffpunkt, der von den Mitgliederfamilien mit ihren Kindern intensiv zur Freizeitgestaltung genutzt wurde. In dieser Zeit gärtnerten wir gemeinsam, unterstützten unsere Mitglieder bei Anträgen, behördlichen und alltäglichen Herausforderungen und genossen zwischendurch die schattigen Plätze im Garten für Gespräche, Erfahrungsaustausch oder eine kleine Runde Kartenspiel mit den Kindern.
Es war auch der Monat, in dem viel geerntet werden konnte – besonders die Tomaten hingen in großer Zahl an den Pflanzen. Leider machte uns in diesem Jahr zum ersten Mal die Braunfäule schon früh zu schaffen und trübte die Freude über die reiche Ernte in den darauffolgenden Wochen etwas.
Anfang August nutzte die Kulturloge Dresden den Gemeinschaftsgarten wieder für ihr Ehrenamtsfest. Die Kulturloge vermittelt seit vielen Jahren kostenfreie Eintrittskarten zu kulturellen Veranstaltungen an Menschen mit geringem Einkommen – ein wertvoller Beitrag zur kulturellen Teilhabe in Dresden. Ihr Fest war ein herzliches Dankeschön an die vielen engagierten Ehrenamtlichen, die den Verein aktiv unterstützen.
Wenige Tage später fand wieder unser beliebtes Sommercafé mit Gartenkino statt – diesmal in Kooperation mit der Senior*innengruppe der Caritas.Es gab süße und herzhafte venezolanische Spezialitäten, begleitet von einem musikalischen Einblick in die venezolanische Kultur. Außerdem stellte sich die Kulturloge Dresden den Besucherinnen vor und informierte interessierte Gäste über ihre Arbeit und Nutzen. Zum Gartenkino lief passend der venezolanische Film „El Salto de los Ángeles“. Er bot einen eindrucksvollen Einblick in das Leben und die Landschaft Venezuelas und erzählte die bewegende Geschichte eines Jungen, der seine Kindheit hinter sich lassen muss, um seinen Vater zu suchen und seine Familie zusammenzuhalten.
Mitte August begrüßten wir die AWO-Seniorenbegegnungsstätte aus dem Quartier zu einem gemeinsamen Kaffeenachmittag. Bei Kuchen und anregenden Gesprächen stellten wir unser Projekt vor, sprachen über Gartenthemen und boten eine kleine Kräuter-Mitmachstation an. Unter unserer Anleitung konnten die Besucher*innen verschiedene Kräuter mit allen Sinnen erleben – riechen, schmecken, fühlen – und ihre persönlichen Erinnerungen oder Assoziationen mit uns und den anderen teilen.
Auch beim vom Quartiersmanagement initiierten Ehrenamtsfest im Bürgerhaus waren wir dabei. Die Veranstaltung machte deutlich, wie viel Herzblut und Engagement die Ehrenamtlichen in unseren Stadtteil einbringen und welch wichtigen Beitrag sie für das Zusammenleben und die Vielfalt der Projekte und Vereine leisten.
Beim Familiennachmittag stand Kreativität im Vordergrund: Die Kinder konnten Stoffbeutel selbst gestalten – mit Kartoffeldruck, Blätterabdruck oder mit Holzstempeln und Textilfarben entstanden viele kleine Kunstwerke. Des Weiteren fand in diesem Monat wieder der regelmäßige Arbeitseinsatz mit Kuchenpause, der gut besuchte Pizzanachmittag und das Gruppentreffen statt. Außerdem beteiligten wir uns amNetzwerktreffen von „Prohlis ist bunt“und im August startete der erste Deutschsprachkurs für unsere Mitglieder und Interessierte aus dem Stadtteil – der Auftakt zu einem künftig regelmäßig stattfindenden Angebot, das das Miteinander und die Verständigung weiter stärken soll.
Den krönenden Abschluss des Monats bildete das interkulturelle Bürgerfest von „Prohlis ist bunt“ am 30. August auf dem Vorplatz des Prohliszentrums. Wie im Vorjahr waren wir mit unserem beliebten Smoothie-Bike-Stand vertreten: Hier konnten Besucher*innen sich gesunde Smoothies selbst „erfahren“. Nebenan gab es zahlreiche Mitmachaktionen wie die „Kletterkirche“, leckere Cocktails und Waffeln vom Jugendhaus, ein Buffet und ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm – eine gelungene Veranstaltung und ein lebendiges Zeichen für Gemeinschaft und Vielfalt in Prohlis.
Der Monat Juli begann – neben den offenen Gartenzeiten, in denen weiterhin fleißig gegärtnert, gepflegt, geerntet und vor allem viel gegossen wurde – mit der zweiten Sommercafé- und Gartenkinoveranstaltung.Für das Café bereitete diesmal die Frauengruppe aus dem Irak aus der Gartengemeinschaft arabische Süßspeisen zu. Dazu gab es wie immer unsere Gartenlimonade, Kaffee und Tee. Mittlerweile fest etabliert, stand auch die Tischtennisplatte wieder zum Spielen bereit, und wir brachten einigen Kindern neue und witzige Kartenspiele bei. Eine Atmosphäre wie an einem sonnigen Sonntagnachmittag.
Der Kinoabend entstand in Zusammenarbeit mit „KINO ÜBER LAND“. Der Verein brachte uns eine bunte Auswahl an Kurzfilmen mit und präsentierte diese im Garten. „Kino über Land e. V.“ ist ein Kulturverein mit Sitz in Dresden, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, Kino an ungewöhnliche Orte – vor allem in ländliche Räume – zu bringen und Menschen aller Altersgruppen und Herkunft zur aktiven Mitgestaltung von Filmveranstaltungen einzuladen. In diesem Rahmen wurden auch an diesem Nachmittag und Abend Interviews geführt und die Filmvorlieben der Besucher*innen erfragt. Ein herzliches Dankeschön geht an die Mitarbeiter*innen und Helfer*innen von „KINO ÜBER LAND“ für die tolle Zusammenarbeit und den gelungenen Abend!
In der darauffolgenden Woche hatten wir den Prohliser Mittagstisch zu Gast im Garten. Dieses wöchentliche, offene Gemeinschaftsangebot der evangelisch-lutherischen Kirchgemeinde Prohlis serviert jeden Dienstag in der Kirche ein warmes Mittagessen für nur 1,50 €. Am 8. Juli luden der Prohliser Mittagstisch und die Gartengemeinschaft gemeinsam zum Essen und Plaudern in den Garten ein. Manuela Jakobs, die Köchin des Prohliser Mittagstischs, zauberte zusammen mit den ehrenamtlichen Helfer*innen einen leckeren Salat und einen deftigen Hauptgang, welchen sich viele Besucher und Besucherinnen schmecken ließen. Den Nachtisch steuerten unsere venezolanischen Gartenmitglieder bei. Es war eine schöne Erfahrung, den Mittagstisch bei uns gehabt zu haben – und wir möchten das im nächsten Jahr gern wiederholen.
Nach einer zweiwöchigen Sommerschließzeit, in der lediglich unsere Gartenmitglieder den Garten nutzten und pflegten, veranstalteten wir in der letzten Juliwoche unseren nächsten Pizzanachmittag. Der Pizzaofen und die vielen Helfer*innen zauberten an diesem Nachmittag wieder jede Menge leckerer Pizzen für unsere Gäste und Besucher*innen. Wie auch bei den Cafénachmittagen gab es die Möglichkeit, ein Kartenspiel zu nehmen, mit Freund*innen zu spielen oder eine Runde Tischtennis auszutragen. Zudem luden angenehme Schattenplätze im Garten zum Plaudern und Verweilen ein.
Anfang Juni starteten wir in unsere diesjährige Sommercafé-Gartenkino-Saison. Die erste Veranstaltung dieser Reihe organisierten wir gemeinsam mit dem Verein Georgier in Dresden e. V. Für musikalische Unterhaltung sorgten die „Odakidze“ gemeinsam mit ihren instrumentalen Begleitern, während die Gäste georgisches Gebäck, selbstgemachte Gartenlimonade, Tee und Kaffee genießen konnten. Neben Leckereien und dem kulturellen Programm konnte der Nachmittag außerdem angenehm mit Plaudern, Tischtennis oder Kartenspielen verbracht werden. Am Abend folgte – passend zum Tag – ein georgischer Filmabend: „Meine glückliche Familie“, ein leise erzähltes, berührendes Drama über Selbstfindung, Freiheit und den Mut einer Frau, gesellschaftliche Erwartungen zu hinterfragen.
In den darauffolgenden Wochen gab es im Garten immer wieder viel zu tun. Auch außerhalb der Arbeitseinsätze mit Kaffeepause fanden zahlreiche Gelegenheiten statt, bei denen unsere Gartenmitglieder zusammenkamen und sich gemeinschaftlich um anstehende Aufgaben kümmerten. In diesem Jahr sind viele neue Menschen zur bereits länger bestehenden Gartengemeinschaft hinzugekommen. Mit jeder weiteren Woche wuchsen wir stärker zusammen, kamen mehr ins Gespräch, überwanden Sprachbarrieren und verbrachten viele schöne Momente im Schatten der Bäume und an anderen Orten im Garten. Unsere im vergangenen Herbst neu geschaffenen Hochbeetstrukturen waren inzwischen bepflanzt und bildeten grüne Blickfänge mit gemütlichen Sitzmöglichkeiten und Aufenthaltsorten mitten im Grünen.
In der zweiten Monatshälfte hatten wir für zwei Tage Schüler*innen einer 8. Oberschulklasse im Rahmen schulischer Projekttage zu Besuch in unserem Gemeinschaftsgarten. In Gruppenarbeiten wurden kooperatives Zusammenarbeiten, Projektplanung, Gartengestaltung sowie die Grundlagen der Kompostierung erarbeitet und anschließend den anderen Schüler*innen vorgestellt. Darüber hinaus erledigten sie praktische Gartenarbeiten und führten Interviews mit der Projektkoordinatorin Caroline für einen Schülerpodcast. Der letzte Projekttag war zugleich der erste Tag, an dem wir unseren neuen Pizzaofen bei einem Familiennachmittag einweihten. Die Schüler*innen unterstützten uns tatkräftig bei vielen Schritten der Vorbereitung und einige entpuppten sich als äußerst passioniert. Insgesamt waren die Projekttage mit den Oberschüler*innen eine sehr interessante, teils herausfordernde, aber dennoch tolle Erfahrung – auch für uns als Projektmitarbeitende – und weckten Lust und Interesse auf weitere solcher Kooperationen.
Auch der Pizzanachmittag war gut besucht, mehr als fünfzig Pizzen wanderten durch den Ofen und schließlich auf die Teller der Gäste. Viele Kinder spielten und tollten durch den Garten – eine familiäre und nachbarschaftliche Atmosphäre.
Leider fanden im Juni auch unsere letzten Sportplatznutzungszeiten des anliegenden Sportplatzes in Kooperation mit der Albert-Schweitzer-Schule und dem Jugendhaus Lila statt. Wir hoffen sehr, dieses Angebot nach den Sommerferien fortsetzen zu können.
Dieser Monat begann mit dem Bike-Check am 6. Mai. Hier konnten Prohliser*innen im Gemeinschaftsgarten unter Anleitung lernen, wie sie ihre Fahrräder selbst reparieren können. Möglich wurde diese Aktion durch die Unterstützung der Werkstatt Prohlis. Wer an diesem Tag nicht dabei sein konnte, findet die Werkstatt Prohlis in der Gamigstraße 18. Dort wird an drei Tagen in der Woche Hilfe zur Selbsthilfe geboten: Unter fachkundiger Anleitung kann man lernen, am eigenen Fahrrad zu schrauben. Mehr Informationen gibt es auf Instagram unter: www.instagram.com/werkstatt_prohlis. Außerdem besuchte uns an diesem Tag auch der MDR, um einen Artikel über das Projekt zu schreiben und interviewte und filmte dafür Gartenmitglieder sowie uns als Team. Der entstandene Beitrag ist weiter unten auf diesem Blog verlinkt.
Am 8. Mai feierten wir mit unseren neu aufgenommenen Mitgliedern den Saisonauftakt. Es gab ein gemütliches Lagerfeuer, Stockbrot für die Kinder und ein buntes Mitbringbuffet. So hatten neue und langjährige Mitglieder die Gelegenheit, bei kleinen Leckereien zu plaudern und sich besser kennenzulernen.
Nur eine Woche später startete ein größeres Vorhaben: Mit finanzieller Unterstützung des Jugendmigrationsdienstes der Caritas führten wir eine Bauwoche zum Bau eines Pizzaofens durch. Schnell zeigte sich, dass das Bauprojekt eine größere Herausforderung war als zunächst gedacht – doch gemeinsam meisterten wir sie. Der Ofen steht nun! Er muss noch mit Lehm verputzt werden, damit er rechtzeitig zur feierlichen Einweihung zum Familiennachmittags am 24. Juni einsatzbereit ist. Wir danken der Caritas herzlich für die Möglichkeit, dieses besondere und lang ersehnte Projekt umsetzen zu können.
Wie gewohnt fanden auch im April und Mai unsere monatlichen Gruppentreffen statt. Dabei besprachen wir gartenrelevante Themen, nahmen neue Mitglieder auf und überarbeiteten gemeinsam den Gieß- und Pflegeplan.
Am monatlichen Familiennachmittag konnten wir uns in diesem Monat mit Unterstützung der Jugendkunstschule Prohlis mit dem Material Ton probieren und einige kreative Ideen ausprobieren, die demnächst im Garten wiederzufinden sind.
Viel Zeit und Energie flossen außerdem in die Vorbereitung und Mitgestaltung des Prohliser Tauschmarktes mit Nachbarschaftsbrunch im Bürgerhaus Prohlis, der am 25. Mai stattfand. In Kooperation mit dem Bürgerhaus, dem Tauschnetz und engagierten Nachbar*innen entstand ein schöner Tag der Begegnung – mit Brunch sowie einem Tauschmarkt für Dinge, Kleidung und Pflanzen.